Münsteraner Studienpreis Wirtschaftschemie

Projekte sinnvoll bewerten und priorisieren

Große Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche müssen zahlreiche Projekte parallel bewältigen. Dieses Multi-Projektmanagement stellt die Entscheider vor Fragen mit großer Tragweite. Wie lassen sich Projekte sinnvoll bewerten und priorisieren? Dieser Frage widmete Martin Kuhn seine Masterarbeit an der Universität Münster. Er entwickelte ein praxisorientiertes Konzept, das kürzlich mit dem Münsteraner Studienpreis Wirtschaftschemie ausgezeichnet wurde. Grosse-Hornke Private Consult stiftet diesen Preis seit 2012.

Preisträger Martin Kuhn (2.v.l.) mit Prof. Dr. Jens Leker (Universität Münster), Dr. Matthias Hornke und Sebastian Eidam (Grosse-Hornke Private Consult, v.l.n.r.)

Welche Projektideen soll ein Unternehmen wirklich umsetzen? Wie verteilt man die verfügbaren Mittel am besten auf die einzelnen Vorhaben? In seiner Masterarbeit hat Martin Kuhn einen Lösungsansatz entwickelt, der wirtschaftswissenschaftliche Theorie und pharmazeutische Unternehmenspraxis verbindet. In Kooperation mit einem Pharmakonzern entstand ein Konzept, mit dem sich Projekte effektiv bewerten und priorisieren lassen. Das Unternehmen will den Ansatz künftig in einer Geschäftseinheit anwenden.


Wirtschaftskompetenz allein genügt nicht

Für seine hervorragende Arbeit hat Martin Kuhn kürzlich den mit 1.000 Euro dotierten Studienpreis Wirtschaftschemie 2016 erhalten. „Das Konzept überzeugt vor allem durch die hohe Praxisrelevanz und das interdisziplinäre Vorgehen. Wirtschaftskompetenz allein genügt nicht mehr, um die komplexen Projektportfolios heutiger Chemie- und Pharmaunternehmen zu managen. Man braucht auch branchenbezogenes Fachwissen, wie es der Studiengang Wirtschaftschemie vermittelt“, erklärt Dr. Matthias Hornke. Grosse-Hornke Private Consult verleiht den Studienpreis einmal jährlich gemeinsam mit dem Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster.