GHPC Studienpreis Wirtschaftschemie

Wie plant man ein Chemiewerk bei volatilem Rohstoffmarkt?

Wenn ein Chemieunternehmen eine neue Produktionsanlage konzipiert, muss das Management den künftigen Rohstoffmarkt im Blick haben. Ein schwer kalkulierbarer Faktor. Der Wirtschaftschemie-Absolvent Max Flößer hat in seiner Masterarbeit eine besondere Methode gewählt, um Investitionen bei ungewissen Rahmenbedingungen realitätsnah zu bewerten. Eine glänzende Arbeit, ausgezeichnet mit dem GHPC Studienpreis 2015.

Preisverleihung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster: Professor Dr. Jens Leker (Leiter des Instituts für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie), Silke Grosse-Hornke und Preisträger Max Flößer (v.l.n.r.)

In einer Fallstudie hat Max Flößer eine sogenannte Realoptionsanalyse angewandt. Dieses Verfahren betrachtet die Investitionsentscheidung nicht als einmaligen Schritt, wie bei traditionellen Methoden, sondern berücksichtigt, dass das Management nachsteuern kann, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Max Flößers Masterarbeit „Realoptionsanalyse zur Investitionsentscheidung bei unsicherer Rohstoffversorgung“ zeigt, dass dieses Verfahren zwar komplex ist, jedoch sehr fundierte Entscheidungsgrundlagen liefert. Im untersuchten Fallbeispiel legt die Analyse nahe, zunächst eine kleinere Anlage zu planen und diese bei positiver Entwicklung später zu erweitern. Für seine exzellente Arbeit erhielt Max Flößer den Münsteraner Studienpreis Wirtschaftschemie 2015. Mit der Auszeichnung würdigt Grosse-Hornke Private Consult jährlich herausragende Leistungen junger Akademiker, die sich mit Themen aus Chemie und Wirtschaft interdisziplinär auseinandersetzen.