Fehlerkultur

Schäme dich nicht – prahle!

Scheitern empfinden die meisten Menschen als Versagen. Aus Angst, dumm dazustehen, gehen viele im Job lieber den sicheren Weg. Für Unternehmen kann diese Vorsicht fatal sein, denn für Innovation sind Fehltritte unumgänglich. Wie nimmt man dem Scheitern seinen Schrecken? Wir empfehlen ein ungewöhnliches Ritual: die Failure Party. Sie feiert Misserfolge, statt sie zu verstecken.

Sie ist eines der einfachsten Rezepte, um die Fehlerkultur eines Unternehmens zu stärken: Die Failure Party gehört zum festen Repertoire der Startup-Szene und wird auch bei großen Unternehmen immer beliebter. International bekannt wurde das Konzept unter dem flapsigen Namen „Fuckup Night“.

Bühne frei für Pleiten, Pech und Pannen

Sie möchten Ihre Mitarbeiter einladen, von eigenen Misserfolgen zu berichten, aus den Fehlern anderer zu lernen und sich eigenes Scheitern einzugestehen? So zelebrieren Sie eine unvergessliche Failure Party: 

  • Finden Sie drei bis vier Akteure, die bereit sind, von ihren Fehlern zu erzählen. Das können berufliche, sportliche oder andere Misserfolge sein.

  • Jeder Vortrag dauert etwa fünf Minuten. Die Kollegen sollten frei reden und auf Folien verzichten. Hintergrundbilder sind aber erlaubt, ebenso Gegenstände, die mit dem Thema zu tun haben.

  • Nach jedem Vortrag haben die Zuhörer fünf Minuten Zeit, um Fragen zu stellen.

  • Ein Gong oder ein anderes deutliches Signal beendet den Auftritt und gibt die Bühne für den nächsten Akteur frei.

  • Sind die Auftritte zu Ende, können sich alle Anwesenden bei Snacks und Getränken weiter austauschen.

  • Damit das Scheitern wirklich sein Stigma verliert, empfehlen wir, die Failure Partys regelmäßig zu veranstalten, zum Beispiel einmal pro Quartal.

Wenn Sie die Idee in einem Meeting vorstellen möchten, kann dieser YouTube-Clip über Failure Partys nützlich sein:

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