Studienpreis Wirtschaftschemie: Wie umgehen mit volatilen Naphtha-Preisen?

    Rohbenzin (Naphtha) ist einer der wichtigsten Grundstoffe in der Petrochemie. Sein Preis schwankt stark. Wie Unternehmen damit optimal umgehen können, zeigte Stella Buchmann in ihrer Masterarbeit. Dafür erhielt sie vergangenen Freitag den Studienpreis Wirtschaftschemie 2019 von Grosse-Hornke und der Universität Münster.

    Die Preisträgerin Stella Buchmann (3.v.l.) mit Dekan Prof. Dr. Hans-Ulrich Humpf, Silke-Grosse-Hornke und Prof. Dr. Jens Leker (v.l.) Foto: Dr. Peter Dziemba

    Zuletzt variierten die Naphtha-Preise binnen eines Jahres teils um mehrere hundert US-Dollar pro Tonne. Entsprechend schwierig ist es für Petrochemie-Unternehmen, die Preise ihrer Folgeprodukte zu gestalten. Um sich einem Optimum zu nähern, wählte Stella Buchmann eine spezielle Methode der Wahrscheinlichkeitsrechnung: die sogenannte Monte-Carlo-Simulation. Wissenschaftler greifen auf diese Methode zurück, wenn sich komplexe Prozesse nicht direkt analysieren lassen. Aus ihren Erkenntnissen leitete die Absolventin Handlungsoptionen für ein großes deutsches Chemieunternehmen ab.

    Unter den besten fünf Prozent der Absolventen

    „Frau Buchmann hat in beeindruckender Art und Weise ihre hervorragenden wirtschaftschemischen Kompetenzen angewandt und sich darüber hinaus eigenständig neue methodische Kompetenzen angeeignet“, so Professor Dr. Jens Leker, Direktor des Instituts für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster. Mit ihrer Abschlussnote von 1,3 zählt die Absolventin außerdem zu den Top fünf Prozent, die den Masterstudiengang Wirtschaftschemie seit seiner Gründung im Jahr 2011 in Münster abgeschlossen haben.

    Grosse-Hornke vergibt den mit 1.000 Euro dotierten Studienpreis Wirtschaftschemie seit 2012 gemeinsam mit dem Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster.