Veränderung erleben: 3 nützliche (virtuelle) Formate

    Erklären ist gut, Zeigen oft noch besser. Diese Change-Management-Formate bieten einen Blick in die Zukunft und vermitteln ein realistisches Stimmungsbild während einer Transformation.


    1. Virtuelle Exkursion– mit VR-Brille oder online

    Angenommen, ein Unternehmen investiert Millionen in ein neues Bürogebäude. Modular gestaltete, offene Räume sollen es ermöglichen, dass Teams kreativer und produktiver zusammenarbeiten. Doch wie sieht das Konzept konkret aus? Was unterscheidet es zum Beispiel vom unpopulären Großraumbüro? Damit sich die Mitarbeiter die Umgebung besser vorstellen können, veranstaltet das Unternehmen eine interne Roadshow mit einem virtuellen Ausflug in die Zukunft: Über eine VR-Brille können Mitarbeiter die neuen Räume erkunden.

    Online-Variante: Etwas abgewandelt kann das Format auch via Internet stattfinden. Mitarbeiter steuern eine interaktive Tour an ihrem Rechner. So taucht man zwar weniger tief in die neue Welt ein, kann sich aber frei entscheiden, wann man auf Exkursion gehen möchte.
     

    2. IT Showroom – Technik ausprobieren

    Neue Hardware, neue Programme, neue Nutzerrollen: Je umfangreicher eine IT-Modernisierung, desto mehr Informationen benötigen Anwender über ihren künftigen IT-Arbeitsplatz. Vor dem Rollout ist eine größere Kampagne empfehlenswert: mit erklärenden Texten in internen Medien, Fragerunden mit IT-Experten und weiteren vertrauensbildenden Formaten.

    Einen Vorgeschmack auf die neuen Geräte und Anwendungen bietet eine Informationsveranstaltung. In einem Showroom können Mitarbeiter die IT-Ausstattung von morgen schon vor dem Rollout testen. Rechner, Smartphones und Tablets stehen bereit, um verschiedene Anwendungssituationen durchzuspielen. Angemeldete Teilnehmer loggen sich dazu in unterschiedlichen Nutzerrollen ein und spielen typische Alltagssituationen durch, zum Beispiel gemeinsames Arbeiten an einem Dokument, wenn eine Person im Zug am Smartphone ist, ein Kollege im Homeoffice am Tablet und eine Kollegin im Büro am PC.

    Online-Variante: Anstelle einer Live-Präsentation können Anwender auch an „Walkthroughs“ per Webkonferenz teilnehmen oder Zugang zu einem virtuellen Abbild des neuen IT-Arbeitsplatzes erhalten.
     

    3. Feedback-Tools: Barometer und Verstärker

    Veränderung braucht den Dialog. Mitarbeiterveranstaltungen können sehr effektiv sein, um die Beschäftigten einzubinden. Doch je größer ein Event, desto geringer die Chancen und desto höher die Hemmschwelle für Einzelne, sich Gehör zu verschaffen. Mit Interaktionstools wie Mentimeter, Remo Conference oder Sli.do haben Moderatoren die Möglichkeit, Multiple-Choice-Fragen ans Plenum zu richten, etwa: „Welches Thema halten Sie für besonders wichtig, um das Programm voranzubringen?“ Via Smartphone können die Mitarbeiter ihre Antworten übermitteln – das Meinungsbild erscheint Sekunden später in der Präsentation. Via Chat können Teilnehmer zudem Fragen stellen. Per Votum priorisieren sie dann die Fragen, die ihnen am relevantesten erscheinen. So lässt sich umgehen, dass bei einem Q&A nur die Wortführer den Ton angeben.  

    Online-Variante: Feedback- und Umfrage-Tools lassen sich in ähnlicher Weise in Web-Meetings einsetzen.