Employee Spotlight: Jessie Küppers

Jessie Küppers

Frage: Welches Consulting-Klischee trifft nicht auf dich zu? 

Jessie: Das vom geradlinigen Weg in die Beratung. Ich habe zwar Wirtschaftsingenieurwesen studiert, bin aber später in die Psychologie gewechselt. An der RWTH in Aachen gibt es eine studentische Unternehmensberatung, in der ich mich engagiert habe. Ich war sogar im Vorstand für HR-Themen verantwortlich. Mir ist damals klar geworden, dass mich die Arbeit mit Menschen mehr interessiert als Zahlen und Prozesse. Daher der Wechsel in die Psychologie. Ich habe ein paar Jahre für eine Personalberatung gearbeitet. Jetzt habe ich meinen Platz im Change Management gefunden und kann hier mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen.

Wie bist du zu grosse-hornke gekommen?

Ich hatte schon Einblick in große Beratungshäuser, und mir war klar: Das bin nicht ich, das ist mir zu unpersönlich. Der Impuls, mich bei grosse-hornke zu bewerben, kam von einem früheren Mitstreiter aus der studentischen Unternehmensberatung. Er arbeitet schon seit ein paar Jahren hier und hat mich angeschrieben: „Hast du nicht Lust, mal zu sprechen?“ So hat sich das ergeben.

Was machst du in deinem aktuellen Projekt?

Wir begleiten ein Softwareunternehmen bei der Einführung eines neuen ERP-Systems. Das Projekt betrifft das gesamte Unternehmen: HR, Logistik, Einkauf, Finanzen, erst in Deutschland, später auch international. Mein Job ist es, die Mitarbeitenden in der Transformation zu begleiten. Dazu halte ich z.B. Workshops und kümmere mich um die interne Kommunikation. Wir wollen sicherstellen, dass die Mitarbeitenden das neue System wirklich annehmen und produktiv nutzen.

Jessie Küppers

Allein verreisen – warum nicht? Nette Leute, die ein Foto machen, trifft man überall. Auch am Biwa-See auf der Insel Honshū in Japan.

In welchen Momenten merkst du, dass es funktioniert?

Neben den Kennzahlen, die wir im Blick haben, gibt es viele kleine Erfolgserlebnisse im Projekt. Neulich kam nach einem Workshop ein Teilnehmer auf mich zu. Ich war schon darauf gefasst, dass er unzufrieden sein könnte, weil er die ganzen Tage davor sehr reserviert war. Aber dann hat er gesagt: „Das war das sinnvollste Teambuilding, das ich je gemacht habe.“ So was freut einen natürlich.

Was bringt dir dein psychologischer Hintergrund für deine Arbeit?

Sehr viel. Im Studium hatten wir z.B. Praxismodule, in denen es ums Zuhören und Fragenstellen ging. Das klingt simpel, ist aber etwas, das man wirklich üben muss, und was vielen nicht bewusst ist. Und dann gibt es sozialpsychologische Modelle zur Verhaltensänderung, die im Change sehr nützlich sind. Widerstand gegen Projekte hat viel mit Gewohnheit oder mit beruflichen Identitäten zu tun.

Ein wichtiges Learning aus deiner bisherigen Projektarbeit?

Das klingt abgedroschen, aber es stimmt: Feedback ist ein Geschenk. Bei uns im Team gehört es dazu, aktiv nach Feedback zu fragen. Innerhalb kurzer Zeit lernst du so unglaublich viel.

Dein Rat an zukünftige Consultants?

Traut euch, im Team Fragen zu stellen, und wenn sie noch so banal sind. In Projekten und Unternehmen gibt es eine eigene Sprache, z.B. viele Abkürzungen. BU für Business Unit, BPO für Business Process Owner, PMO für Project Management Office. Fragt besser einmal zu viel nach, statt später die Kundin oder den Kunden nicht zu verstehen.

Wie verbringst du deine Freizeit am liebsten?

Ich gehe oft auf Konzerte, von Indie über AC/DC und Harry Styles bis zur Klassik. Mein Herzblut ist aber das Tanzen, schon seit meiner Jugend. In meinem Heimatort haben wir mehrere Showtanzgruppen, die an Karneval auftreten. Das darf man sich aber nicht vorstellen wie den Gardetanz beim Kölner Karneval. Wir machen z.B. auch Hebefiguren aus dem Cheerleading. Ich leite verschiedene Gruppen, bin selbst als Tänzerin dabei und koordiniere die Vorbereitung: Motto entwickeln, Choreografie, Kostüme etc. Da steckt also auch viel Projektarbeit drin.

„Dance with the devil“ war das Motto dieser Tanzshow, bei der Jessie 2025 mit ihrer Truppe auf der Bühne stand.

Ein gutes Buch, das du empfehlen kannst?

Gerade lese ich „Hoffnungslos optimistisch“ von Dirk Steffens. Ihn kennt man aus dem Fernsehen, da moderiert er „Terra X“. In dem Buch geht es um den Umgang mit Krisen, und warum es sich lohnt, optimistisch zu bleiben. Dieser Perspektivwechsel tut gut in diesen Zeiten, finde ich.

2026-03-25, grosse-hornke

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