Employee Spotlight: Thilo Peithmann

Thilo Peithmann

Thilo im „Garden of Morning Calm“, nordöstlich von Seoul. In Südkorea hat er einen Teil seines Masterstudiums absolviert.

Frage: Thilo, welches Berater-Klischee trifft auf dich zu?

Thilo: Als Berater ist man immer flexibel und einsatzbereit. Dieses Klischee stimmt schon ein bisschen. Solange die Aufgaben Spaß machen, stört mich das nicht.

Welche Funktion hast du im Team?

Ich bin Senior Consultant.

Wie bist du zu grosse-hornke gekommen?

In meinem vorigen Job habe ich für eine andere Implementierungs-Beratung gearbeitet. Das ist genau das, was mir gefällt: Projekte umsetzen, zusammen mit dem Kunden. Nach einer Weile habe ich eine neue Herausforderung gesucht, am besten mit IT-Bezug. Bei grosse-hornke hat das einfach perfekt gepasst. Aktuell leite ich ein Projekt auf IT- und Business-Seite, und wir sind komplett auf die Kunden ausgerichtet.

Was gefällt dir konkret an der Projektarbeit?

Dass wir Verantwortung übernehmen und Themen vorantreiben. Das ist ein bisschen wie beim Schachspiel. Man muss immer schauen, wo die Abhängigkeiten sind, und immer ein paar Schritte vorausdenken: Was macht man, wenn es nicht wie nach Plan läuft? Ich mag es, wenn sich alles in die richtige Richtung bewegt. Wenn der Meilenstein im Projektplan erreicht ist und wir perfekt im Zeitplan liegen. Neulich waren wir mit einem Projekt sogar zwei Wochen vor dem Plan.

Woran arbeitest du gerade?

Wir unterstützen bei einem IT-Projekt in der Pharmaindustrie. Vor kurzem ist dort ein IT-System abgelöst worden. Jetzt geht es um die ordentliche Stilllegung und die Archivierung von Daten. Dabei gibt spezielle rechtliche und technische Vorgaben, und die müssen wir gemeinsam mit dem Kunden umsetzen. Ich treibe das Projekt auf der IT- und auf der Business-Seite voran und vermittle zwischen den Stakeholdern.

Thilo Peithmann

Wandern an der Wupper: Im Bergischen Land rund um Solingen ist Thilo an Wochenenden gerne unterwegs.

Ein Learning aus deiner Zeit in der Beratung?

Wie wichtig Kommunikation ist. Vor allem kommt es auf die richtige Mischung an: Viele Themen können wir effizient in Calls klären. Aber manchmal musst du Stakeholder persönlich treffen, um sie abzuholen. Gerade wenn jemand Bedenken hat und man nicht vorankommt. Ein Gespräch bei einem Kaffee bewirkt oft sehr viel.

Dein Rat an angehende Consultants?

Offen sein für Neues und für Zukunftsthemen. Bei mir war das zum Beispiel Informatik. Dazu habe ich früher neben der Arbeit Kurse an der Fernuni Hagen belegt. Es ging gar nicht darum, programmieren zu können. Du brauchst aber ein Grundverständnis davon, um in Projekten gut mit den Spezialisten zusammenzuarbeiten. Und noch ein anderer Rat: Es lohnt sich, fit zu sein in der Implementierung, weil das den Kunden konkreten Mehrwert bringt. Das ist auch langfristig kaum zu ersetzen durch KI.

Thilo Peithmann

Als Student hat Thilo in Brasilien in einem sozialen Projekt gearbeitet, unter anderem als Englischlehrer. Zeit für einen Ausflug zum Zuckerhut in Rio de Janeiro war aber auch noch.

Was und wo hast du studiert?

Erst einmal habe ich eine Berufsausbildung gemacht zum Industriekaufmann. Das heißt, ich habe vor dem Studium schon Praxiserfahrung gesammelt. An der Leuphana Universität Lüneburg habe ich dann den Bachelor in International Business Administration and Entrepreneurship abgeschlossen. Anschließend einen Master in Strategic Management an der Aalto University in Finnland. Das Studium dort ist sehr praxisnah. Leute aus Unternehmen sind in die Vorlesungen gekommen, und wir haben an echten Cases gearbeitet. Das war schon nah dran an dem, was ich heute mache.

Wolltest du unbedingt im Ausland studieren?

Ja, das war mir wichtig, weil ich mich für andere Kulturen und Sprachen interessiere. Im Master habe ich auch ein Semester in Südkorea verbracht. In der Zeit bin ich viel gereist und musste mich ohne Sprachkenntnisse durchschlagen. Englisch ist dort zwar vertreten, aber man kommt nicht überall damit weiter. Zum Beispiel werden Straßenschilder und Busfahrpläne nicht immer übersetzt. So habe ich viele Leute kennengelernt. Das ist eine Erfahrung, an der man wächst: einfach durch unbekannte Situationen zu navigieren.

Wie verbringst du deine Freizeit am liebsten?

Mit meiner Frau reise ich gerne. Wir machen am Wochenende zum Beispiel einfach mal einen Tagesausflug in eine nahegelegene Stadt, auch mal nach Holland rüber. Oder wir gehen in die Natur. Hier in Solingen sind wir nah an landschaftlich sehr, sehr schönen Gebieten an der Wupper und im Bergischen Land. Da kann man wandern gehen oder Rad fahren, oder sich einfach an den Fluss setzen und picknicken.

2026-06-22, grosse-hornke

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